Klimaschutzprojekt

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Lehm- und Holzbautechniken für den Klimaschutz
Auszubildende lernen, wie traditionelle Baustoffe bei der energetischen Gebäudesanierung helfen
 

Die neuen, zusätzlichen Ausbildungseinheiten haben klimaschützende Maßnahmen als Schwerpunkt.
Hier werden in Zusammenarbeit mit bereits in der Fachwerksanierung erfahrenen Handwerkern alle Bautechniken wieder aufgegriffen und vermittelt. Mit modernen Lehmbaustoffen wie Fertigmörtel, Lehmnormsteinen, Holzweichfaserplatten und Schilfrohrprodukten werden Fachwerkwände von innen diffusionsoffen gedämmt.
Die Problematik der Innendämmung von Fachwerkhäusern wurde erläutert und auf Bauschäden durch falsche Konstruktion hingewiesen. Holzschäden wurden zimmermannsmäßig repariert und fachwerkverträglicher Anstrich gezeigt und verarbeitet. Das hilft, Klimaschutz als Anliegen des gesamten Handwerks zu begreifen.
 

 

Malermeister Ralph Krombach vermittelt den jungen Auszubildenden im Lehrbauhof dafür spezielle Arbeitstechniken, die er aus seinem eigenen Betrieb kennt. „ so wird die energetische Sanierung von Fachwerkhäusern bereits in der Ausbildung gelehrt und die Auszubildenden können gezielt auf die besonderen Probleme und Anforderungen geschult werden“, sagt Herr Krombach. Die angehenden Bauhandwerker sollen lernen, sich mit den traditionellen Baustoffen auseinanderzusetzen und deren Nutzen zu erkennen. Ganz praktisch proben sie das an Bauteilen eines richtigen Fachwerkhauses.
 

 

 

 

 

Das Projekt „Klimaschutz als Bestandteil der Ausbildung“ wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Hessischen Wirtschaftsministeriums gefördert. Bis Ende 2012 sollte ein leer stehendes Fachwerkgebäude im Stadtinnenkern akquiriert werden, an dem ebenfalls praktische Sanierungsarbeiten vorgenommen werden konnten. Ziel ist es, dieses Gebäude als nachhaltiges Bürgerprojekt nutzbar zu machen.

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Die einzelnen Sanierungsschritte sollen anschaulich und für die Bevölkerung informativ aufbereitet werden. Somit können insbesondere Bauherren über Sanierungsschritte informiert und die Sanierung von Leerstand als alternatives und attraktives Wohnkonzept im Vergleich zum Neubau für künftige Bauherren dargestellt werden. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Gebäudeleerstandes im ländlichen Raum und dem Bestreben der Kommunen, Käufer und Bauherren für die Sanierung und Nutzung des Leerstandes zu gewinnen, sehr bedeutsam.


 
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